Ruhebank classic

Rastmöglichkeit aus vergangener Zeit

Wer den Wirtschaftsweg von Ingelheim nach Heidesheim passiert, der kann auch heute noch, wenn er ganz genau hinhört, an der ersten Weggabelung ein erleichtertes Aufatmen hören. Bevor Autos und Zweiräder die Straßen bevölkerten, war es ungleich schwerer, Waren zu transportieren. Die fliegenden Händler und Bauersleute schulterten ihre sogenannten Kiepen oder Rückentragen und machten sich zu Fuß auf den Weg zum Markt in der nächsten Stadt. Ab und an wurden schwere Lasten auch auf dem Kopf getragen.
Für die Träger*innen schwerer Lasten waren die steinernen Ruhebänke am Wegesrand eine willkommene Möglichkeiten, eine wohlverdiente Pause einzulegen. Sie haben sich sicher über diesen Rastplatz gefreut, ja, ihn herbeigesehnt auf dem langem Weg zum Markt in der nächsten Stadt.
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Vor 100 Jahren: Die Schlacht um Verdun

Vor genau 100 Jahren tobte die Schlacht um Verdun. Als eine der bedeutendsten Schlachten des Ersten Weltkrieges ging sie in die Geschichte ein. Am 21. Februar 1916 griffen deutsche Truppen die französische Stadt Verdun und ihre Befestigungen an. Zehn Monate sollte diese grausame Schlacht an der Westfront andauern. Sie endete erst am 19. Dezember 1916 – ohne das sich der Frontverlauf wesentlich verschoben hätte.

Bis ins Rheinhessische war der Kanonendonner zu hören. In einem Bericht der „Ingelheimer Zeitung“ vom 2. März 1916 ist zu lesen:

Der Kanonendonner von Verdun ist nun schon seit 8 Tagen ununterbrochen hier zu hören. Die Entfernung nach Verdun beträgt in Luftlinie 220 Kilometer. Wohl jeder hat den dumpfen Einschlägen und den Rollsalven der schweren Geschütze gelauscht und mit tiefer Ergriffenheit unserer braven Kämpfer gedacht.

Zur Abbildung: Der Ingelheimer Maler Ludwig Göbel hielt viele Erlebnisse aus dem Ersten Weltkrieg in Bleistiftzeichnungen fest. [Repro: Privatarchiv Kaltwasser]

Die Welt in Augenschein genommen: Sebastian Münster und Gottfried Mascop

Landkarten sind Werkzeuge. Sie sind aber immer nur ein Produkt des menschlichen Horizontes, begrenzt vom Wissen des Menschen um die Welt und den Kosmos. J. B. Harley und D. Westward bringen es in ihrer im Jahre 1987 erschienenen „History of Cartography“ auf den Punkt: „Landkarten sind menschliche Dokumente, Artefakte, mit allen Einschränkungen und interessanten Qualitäten, welche diese Begriffe andeuten. Die Hand des Kartenherstellers wird geleitet von einem Verstand, der sich in einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort befindet, und zwangsläufig den Vorurteilen seiner oder ihrer Umgebung unterliegt.“
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